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	<description>Gedankenschwaden. Meinungen. Befindlichkeiten</description>
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		<title>Fremdkörper</title>
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		<title>Mike Oberbichler: Feuerkrieger</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 16:19:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisi G</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik und Prosa]]></category>

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		<description><![CDATA[Einsam weiter Berge Freund Reiter seiner selbst schon fremd Trägt die Flagge starker Brust Bringt des Feindes Wälle Frust Höret Gelächter weiter Ferne Spüret Angst in der Taverne Grelle Blitze Donner tief Kommen seine Geister die er rief Schlagen Risse in das Fundament Und die Stadt &#8211; brennt Brennt die Luft und brennt das Kind [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=347&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einsam weiter Berge Freund<br />
Reiter seiner selbst schon fremd<br />
Trägt die Flagge starker Brust<br />
Bringt des Feindes Wälle Frust<br />
Höret Gelächter weiter Ferne<br />
Spüret Angst in der Taverne<br />
Grelle Blitze Donner tief<br />
Kommen seine Geister die er rief<br />
Schlagen Risse in das Fundament<br />
Und die Stadt &#8211; brennt</p>
<p>Brennt die Luft und brennt das Kind<br />
Zeichen für der Schlacht Beginn<br />
Ein Bäumen und ein Zerren<br />
Doch keiner kann sich seiner wehren<br />
Trägt die Ketten sei sein Zeichen<br />
Lässt die letzte Wehr erbleichen<br />
Breitet Flügel weit und erhebet sich<br />
Der Drache fliegt und die Mauer bricht<br />
Die Flamme werfend und sich ringend<br />
Von der großen Liebe singend</p>
<p>Feuerkrieger, Feuerkrieger<br />
Diesen Kampf gewinnst du nicht<br />
Feuerkrieger, Feuerkrieger<br />
Deine Niederlage siehst du nicht<br />
Feuerkrieger, Feuerkrieger<br />
Ziehe dich zurück<br />
Denn Feuerkrieger, Feuerkrieger<br />
Da hilft dir kein Glück</p>
<p>Sieht das Schöne seines Gleichen<br />
Will sie fangen will sie erreichen<br />
Vergisst die brennend Stadt sehr schnell<br />
Leuchtet wie die vereinte Fackel grell<br />
Brennt wie das Herzen seiner Bahnen<br />
Senkt herab die purpurnen Fahnen<br />
Der Triumph der Mittelpunkt<br />
Auf das sein Herzen in Teer sich tunkt<br />
Ist das Opfer seiner selbst<br />
Legt sich nieder und …</p>
<p>Feuerkrieger, Feuerkrieger<br />
Diesen Kampf gewinnst du nicht<br />
Feuerkrieger, Feuerkrieger<br />
Deine Niederlage siehst du nicht<br />
Feuerkrieger, Feuerkrieger<br />
Ziehe dich zurück<br />
Denn Feuerkrieger, Feuerkrieger<br />
Da hilft dir kein Glück</p>
<p>Es holt ihn nun das Leben ein<br />
Sie wird nie wieder seiner sein<br />
Hat sich selbst den weg verbaut<br />
Hat ihren schönen Schädel selbst zerhaut<br />
Hat ihn gespalten wie das Holz<br />
Hat zerschlagen seinen Stolz<br />
Nun zieht er weiter Seelentod<br />
Auf das ihn hole Gottes Wut<br />
Vernichtet Städte großer Länder<br />
Hinterlassen der Feuer Bänder<br />
Hat doch nur die Schlacht verloren<br />
Tötet sich das Kind noch ungeboren<br />
Opfer seiner selbst, Opfer des Lebens<br />
War der Kampf schon bald vergebens<br />
Holt ihn dann das Leben ein<br />
Und lässt das Leben Leben sein<br />
Legt sich nieder der Erschöpfung müde<br />
Komm erwache Feuerkrieger</p>
<p>Autor: Mike Oberbichler</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lamperl.wordpress.com/347/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lamperl.wordpress.com/347/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lamperl.wordpress.com/347/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lamperl.wordpress.com/347/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lamperl.wordpress.com/347/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lamperl.wordpress.com/347/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lamperl.wordpress.com/347/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lamperl.wordpress.com/347/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lamperl.wordpress.com/347/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lamperl.wordpress.com/347/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lamperl.wordpress.com/347/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lamperl.wordpress.com/347/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lamperl.wordpress.com/347/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lamperl.wordpress.com/347/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=347&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Revolverheldin</media:title>
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		<item>
		<title>Ein bisschen was von mir, einem Busfahrer und Bratkartoffeln</title>
		<link>http://lamperl.wordpress.com/2011/01/27/336/</link>
		<comments>http://lamperl.wordpress.com/2011/01/27/336/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 14:26:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisi G</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik und Prosa]]></category>

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		<description><![CDATA[﻿﻿﻿﻿﻿﻿Ich habe keinen Charakter, ich habe Hunger. So fand ich heraus: Es hängt tatsächlich alles mit dem Busfahrer zusammen. Lief ich vor geraumer Zeit zur Bushaltestelle, um die Reise antreten zu können, war es in den ersten Lebensjahren ein undurchsichtiger Platz für jene Person die ich einmal war. Drei Mal täglich ratterte der Bus seinen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=336&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>﻿﻿﻿﻿﻿﻿Ich habe keinen Charakter, ich habe Hunger. So fand ich heraus: Es hängt tatsächlich alles mit dem Busfahrer zusammen.</p>
<p>Lief ich vor geraumer Zeit zur Bushaltestelle, um die Reise antreten zu können, war es in den ersten Lebensjahren ein undurchsichtiger Platz für jene Person die ich einmal war. Drei Mal täglich ratterte der Bus seinen Weg durch das grüne Dorf am Rande des Wechsellandes und öffnete seine Türen allen Zwischenweltlern: Flüchtenden, Städtern, pubertierenden Schwärmen, und pensionierten Witwen.<br />
Alle wollten in die Stadt und sich vergnügen.</p>
<p>Drei Mal täglich konnte eingestiegen werden, obwohl- das fragte ich mich stets, wer wohl um 5 Uhr morgens eine Reise wagt? Vielleicht die Schlaflosen? Die Getriebenen? Wohl eher die Fabriksarbeiter. Auch des Nachts war die Stelle Schauplatz aller Küssender, Heimatloser und Rabauken. Die Haltestelle war der einzige Platz der Freiheit – die überschaubare Möglichkeit alles hinter sich zu lassen. Erneut erinnere ich mich an folgendes Zitat, dass ich meiner Mutter zum Abschied sagen wollte: „Du bist hoffentlich nicht verärgert, liebste Mutter“, so fing er an, „dass ich ausgezogen bin, ohne mich zu verabschieden. Es reizt mich nämlich ganz riesig, einmal einen Streifzug jenseits des Wechsels, in dem sich meine Kindheit versteckt, zu unternehmen“.</p>
<p>Dann stieg ich in den Bus und fuhr davon. Der Bus also ist der Ausgangspunkt in dem Dorf, in dem ich wohnte und von dem ich schließlich fortging. Dort wo ich zuvor täglich gegenüber an meinem Fenster die Flüchtenden, den Städtern, den pubertierenden Schwärmen nachsah. Schüchtern sei ich damals gewesen, erinnerte sich der Dorfpfarrer. Ganz anders zu heute, denn jetzt ja wüsste ich, wie Bratkartoffeln schmecken. Der Busfahrer mit der Halbglatze war mein Freiheitsführer, mein Held. Er öffnete mir das Tor in die sogenannte große Welt. Stundenlang erzählte er mir von seinen verheirateten Kindern, den Medizin-studierenden „Enkerln“ und dass er mich immer am Fenster stehen sah.</p>
<p>Er lebte im Geheimen. Seine Identität als Fahrer, der alles wusste, jeden kannte und der mir hin und wieder Zigaretten schnorrte, verlor er nie. Hier hat nie jemand seine Identität verloren. Ich verließ das Haus im Tal des Wechsels, ohne mich zu verabschieden. Es reizte mich nämlich ganz riesig zu gehen: In Wien isst man Bratkartoffeln! In Afrika strickt gerade das schönste Mädchen Strümpfe, und in Malmö erforscht seit zwölf Jahren ein Wissenschaftler die vier Herzklappen und ihr Zusammenspiel. Am Rio Pedro sitzt jemand und weint. Und in Nizza gibt es eine Skulptur mit drei Brüsten und einem Fußball. Über diesen Künstler sagt man Übrigends: Seine Skulpturen stünden nicht im Dienste der Realität. Was dies auch heißen möge, dachte ich mir im Stillen, sagte aber nichts.</p>
<p>Oft fragte man mich, wo ich herkäme, welche in meiner Heimat die wichtigsten Berufszweige seihen, ob man dort auch die Bratkartoffeln als Grundnahrungsmittel bezeichnen könne, ob ich den Rückzug zum Wechsel für klug halte, welche Sprachen mir lägen, auf welcher Seite ich nachts schlafe und wie ich so denke. Mein Name ist Mia, sagte ich dann. Die Einheimischen verrichten die üblichen Berufe, Beamte, Milchmänner, Kassiererinnen und die besonderen Pfarrer. Die Übrigen, füge ich hinzu, bügeln tagsüber Wäsche und suchen nachts im Schatten nach ein paar Groschen Zuneigung.</p>
<p>Selten berichte ich etwas über den Busfahrer und meiner Freiheitsflucht. Ohne es zu bedauern. Fast aus den Augen verloren. Manchmal erwähne ich, dass die geschriebene Sprache mir einigermaßen liege und ich auch hochdeutsch sprechen kann. Ich erzähle ihnen, dass ich nachts unruhig schlafe, hin und wieder so tue als würde ich rauchen, und dass ich mich für nicht einen Beruf entscheiden möchte. Und wo ich denn nun genau herkäme, fragte man sodann erneut und ich antwortete: Ich kam vom Dunkeln ins Licht, ich entstieg dem fahlen Busfahrer, ich fuhr durch einen halblichten Regenwald und stand plötzlich an seinem Rand.<br />
Meine Mutter erzählt mir immer bei unseren wenigen Telefonaten, von den vielen Toten in jenem Dorf. Der Vater der Schwägerin der Freundin sei diesmal ins Grab gekippt. Ein schrecklicher Typ war das. Ich stelle mir vor, wie der Tote von jedem einzelnen Dorfbewohner betrauert wird. Ob der Busfahrer wohl auch am Begräbnis ist?<br />
Mhm nickte ich und Jaja, ein schrecklicher Mann eben und werde zornig. Warum ich immer so genervt sei, fragt mich meine Mutter. Ich lege auf und wartete wieder auf den nächsten Monat und den nächsten Anruf. Meine Mutter ist die Tochter eines Schafbauern, der froh war mit 80 aufgrund seines amputierten rechten Fußes die Arbeit ruhen lassen zu dürfen. Fleißige Leute waren wir schon immer gewesen, erzählten sich die Dorfbewohner über uns. Einfache, arbeitsame Leute. Mein Vater ist, falls es jemanden interessiert ein Kirchengeher. Erzeuger fünf Kinder und weltfremd. Ich soll nicht so streng zu ihm sein, werde ich oft ermahnt. Man habe gehört, dass die geschriebene Sprache mir einigermaßen liege, sagt man mir meist im Verlauf des Gesprächs, aber man müsse leider gestehen, noch nichts davon gelesen zu haben, worauf ich jedes Mal dieselbe Antwort gebe. Ich habe mich bereits im Schreiben versucht, doch meine ernsten Pläne gelten der Zukunft.</p>
<p>Ich plane, so fahre ich fort, eine lange Abhandlung über schwierige Fragen: Unter welchen Umständen ist eine Revolution möglich? Unter welchen Umständen werde ich zuversichtlicher? Ebenso plane ich reisen in entfernte Gegenden, komplexe Sätze, Zuschnitte und Aufbrüche jeglicher Art.<br />
Ob es den Busfahrer denn immer noch gibt, wird schließlich skeptisch in den Raum geworfen, worauf mir nur ein &#8222;Hm&#8220; entflieht. Keine Ahnung, ich war schon lange nicht mehr dort bei ihm.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lamperl.wordpress.com/336/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lamperl.wordpress.com/336/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lamperl.wordpress.com/336/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lamperl.wordpress.com/336/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lamperl.wordpress.com/336/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lamperl.wordpress.com/336/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lamperl.wordpress.com/336/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lamperl.wordpress.com/336/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lamperl.wordpress.com/336/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lamperl.wordpress.com/336/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lamperl.wordpress.com/336/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lamperl.wordpress.com/336/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lamperl.wordpress.com/336/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lamperl.wordpress.com/336/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=336&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der Rebstock und die Zeit</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 16:31:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisi G</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik und Prosa]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Abend befindet sich nur sie hier in der Kneipe. Mittlerweile schon seit Stunden. Sie blickt aus dem Fenster und nuckelt Wein. Er schmeckt nicht mal. Während sie damit beschäftigt ist, das Glas zwischen ihren Fingern zu schunkeln, öffnet sich vor hier ein Bild aus ihrer Vergangenheit. In diesem regnet es nicht, die Nacht ist [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=353&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Abend befindet sich nur sie hier in der Kneipe. Mittlerweile schon seit Stunden. Sie blickt aus dem Fenster und nuckelt Wein. Er schmeckt nicht mal. Während sie damit beschäftigt ist, das Glas zwischen ihren Fingern zu schunkeln, öffnet sich vor hier ein Bild aus ihrer Vergangenheit. In diesem regnet es nicht, die Nacht ist sternenklar, die Uferpromenade voller Menschen, Glühwürmchen und Musik.</p>
<p>Sie geht mit einem Burschen Hand in Hand. Der Junge mit den semmelblonden, drahtigen Haaren führt sie mit Schmetterlingen im Bauch hinter einem Luftballonverkäufer her. Rechts und links Flohmarkthändler, Straßenmusikanten, gaffende Frauen und quietsch-vergnügte Kinder. Aber nichts ist so klar und farbenfroh in der Erinnerung ausgemalt wie der kleine, dicke Mann mit seinen großen, bunten Luftballons. Möglicherweise, weil sie so symbolträchtig sind. Für die Hoffnung. Für den Moment.</p>
<p>Sie kannte den Jungen drei Tage. Getroffen hatte sie ihn in einer Disco am Strand, ein Filou aus Wien auf der ersten Abenteuerfahrt seines Lebens. Sie spazierten durch den Hafen, und als die Beiden auf die Uferpromenade einbogen, ging der Luftballonverkäufer vor ihnen.</p>
<p>Verliebt in Paul im Jahre 1982, also vor gut einem Vierteljahrhundert, und was sie gerade jetzt, heute beim Wein traurig stimmt, ist nicht die Vergänglichkeit der Liebe. Die war bereits nach vier Wochen verflogen. Die Schmetterlinge im Bauch starben eines natürlichen Todes, oder besser gesagt: Verendeten irgendwo vor der Küste. Wo er wohl gerade ist?</p>
<p>Aber nein, traurig macht sie was anderes.</p>
<p>Die junge Frau, die sie da unten im Hafen der Vergangenheit mit dem blonden Wiener  in Aladdinhosen herumspazieren sieht, gefällt ihr sehr gut. Nicht nur wegen ihrer ungeschriebenen Haut, sondern weil sie fühlt wie sie fühlt, weil sie träumt, was sie träumt, weil sie in Bewegung ist.</p>
<p>Sie liebt, was sie sieht, macht die Straßen unsicher und springt von einem Abenteuer ins nächste. Ohne Rücksicht.<br />
Und sie glaubt an ein gutes Ende, mehr noch, sie glaubt, dass es kein Ende gibt, dass es immer weitergeht, und das macht sie attraktiv. Egal wo sie ist, sie ist nie allein. Bereits einen Tag nach dem Adieu-Sagen des Jungen hat sie einen neuen. Diesmal einen Musiker; alt wie ihr Vater. Peitsche statt Kuschelsex.<br />
Immer neue Männer, Berührungen, immer mehr Geschichten, das war ihr Leben. Alles ausprobieren, alles sehen. Ihr Herz war ständig unterwegs. Vielleicht hat es deswegen nie für eine Liebe gereicht.</p>
<p>Was ist ihr von der Leidenschaft von damals geblieben? Eigentlich alles. Nur eines nicht: Der Motor, der dem Ganzen Schwung verleiht. In zwischen ist sie ein wenig verstottert, um nicht zusagen schrottreif. Der Pathos ist weg.</p>
<p>Ihr sind die Träume ausgegangen, von denen das Mädchen damals noch jede Menge hatte, tausendundeinen – immer in ihrer Tasche.<br />
Wenn sie ihrem Liebsten mit Blick übers Meer am Hafen sagte, dass ihr nächstes Ziel Marokko ist, dann brauchte sie ihm ihr Ziel nicht groß auszumalen, denn es fand sich in ihrer Stimme, ihren Augen, ihren Gesten, ihren Träumereien von Basaren,  engen Gassen wieder.</p>
<p>Marokko –   ein einziges Wort ließ Karawanen durch die Wüste ziehen und den Vollmond auf ihr Haupt scheinen.<br />
Und woran denkt sie bei diesem Wort jetzt? Wonach hört sich das heute an?<br />
Zunächst mal an Marrakesh, also nach zu vielen Menschen, Auspuffen, zu vielen Pennern, korrupten Polizisten. Und was die Karawanen angeht: Es kann durchaus sein, dass es da Karawanen gibt, nur haut sie der Anblick von Kamelen nicht mehr um.</p>
<p>Es hat sich ausgeträumt. Das Mädchen ist auf den Boden der Realität geknallt. Mit Kopf voraus und zermatschtem Herzen hinterher. Traue keinen Gefühlen – und ja, das erkannte sie erst nach Jahren: die verdammte Freiheit ist ebenfalls nur ein Gefühl.</p>
<p>Das ist es, was sie traurig werden lässt, während sie am Fenster sitzt, Rotwein trinkt und durch den Sturm, den Regen und das Loch der Zeit auf die großen, bunten Luftballons blickt. Einer nach dem anderen entschwebt in die Wolken, um das Auge des Betrachters zu erfreuen, und seine Wünsche mitzunehmen. Aber irgendwann geht jedem Ballon das Helium aus. Oder er platzt</p>
<p>„Wär ich nur klug zur Welt gekommen“, dachte sie sich in jenem Moment und wurde still. Was bleibt, ist der Trost des Rebstocks und das Loch der Zeit, dass sie schwelgen lässt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lamperl.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lamperl.wordpress.com/353/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lamperl.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lamperl.wordpress.com/353/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lamperl.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lamperl.wordpress.com/353/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lamperl.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lamperl.wordpress.com/353/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lamperl.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lamperl.wordpress.com/353/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lamperl.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lamperl.wordpress.com/353/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lamperl.wordpress.com/353/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lamperl.wordpress.com/353/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=353&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Meine Kinder</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 20:45:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisi G</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik und Prosa]]></category>

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		<description><![CDATA[Sollen doch meine Kinder vernünftig sein, ich will alles verscherbeln und heute Nacht mit den Vögeln ziehen. Sollen doch meine Kinder mitdenken, ich werde mich bedingungslos unseren Begehren ergeben. Soll doch meine Tochter der gewünschte Engel sein, ich bin eine Barbarin. Soll doch mein Kind was aus seiner Zeit machen, ich werde sie restlos verschwenden. Anstatt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=283&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Sollen doch meine Kinder vernünftig sein,<br />
ich will alles verscherbeln und heute Nacht mit den Vögeln ziehen.</p>
<p class="MsoNormal">Sollen doch meine Kinder mitdenken,<br />
ich werde mich bedingungslos unseren Begehren ergeben.</p>
<p class="MsoNormal">Soll doch meine Tochter der gewünschte Engel sein,<br />
ich bin eine Barbarin.</p>
<p class="MsoNormal">Soll doch mein Kind was aus seiner Zeit machen,<br />
ich werde sie restlos verschwenden.</p>
<p class="MsoNormal">Anstatt die Seele reinzuwaschen, werde ich sie in Tinte tränken<br />
und alles mit meiner Zügellosigkeit beschmieren.</p>
<p>An dich werde ich mich reiben und schelmisch lachen:<br />
sollen doch die anderen alles besser machen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lamperl.wordpress.com/283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lamperl.wordpress.com/283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lamperl.wordpress.com/283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lamperl.wordpress.com/283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lamperl.wordpress.com/283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lamperl.wordpress.com/283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lamperl.wordpress.com/283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lamperl.wordpress.com/283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lamperl.wordpress.com/283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lamperl.wordpress.com/283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lamperl.wordpress.com/283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lamperl.wordpress.com/283/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lamperl.wordpress.com/283/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lamperl.wordpress.com/283/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=283&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Axel Wolph´s Feeltank Journey</title>
		<link>http://lamperl.wordpress.com/2010/11/15/axel-wolph%c2%b4s-feeltank-journey/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 20:11:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisi G</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Im Rahmen der Feeltank-Journey-Aktion des Musikers Axel Wolph, bekam ich für ein paar Wochen einen I-Pod mit Songs aus seinem neuen Album zur Verfügung gestellt und sollte meine Emotionen und Inspirationen dazu äußern. Meine Gedanken dazu: Ich höre immer Musik. Wirklich immer, vor allem wenn ich in der Stadt unterwegs bin. Und dazu lese ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=322&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><span style="color:#000000;">Im Rahmen der <a href="http://www.axelwolph.com/feeltank">Feeltank-Journey</a>-Aktion des Musikers Axel Wolph, bekam ich für ein paar Wochen einen I-Pod mit Songs aus seinem neuen Album zur Verfügung gestellt und sollte meine Emotionen und Inspirationen dazu äußern.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Meine Gedanken dazu:<br />
Ich höre immer Musik. Wirklich immer, vor allem wenn ich in der Stadt unterwegs bin. Und dazu lese ich ein Buch, eine Zeitung oder versuche mein Kurzzeitgedächtnis anzustrengen, in dem ich schnell noch die letzten Minuten vor einer Uni-Prüfung nütze und Stoff in mich hineinprügel. Im Hintergrund läuft bei mir dabei immer Musik. Ich dachte so wird es auch diesmal laufen. Ich werde <a href="http://www.monkeymusic.at/axelwolph_wednesday.php">Axel Wolph´s Musik</a> als leise Untermalung zu meinem täglichen Leben laufen lassen und vordergründig anderen Dingen nachgehen. Aber dem war nicht so. Sobald ich den IPod einschaltete, wurde ich in den Text in eingezogen, versank in die Musik, und wachte in einer emotional-geladenen Wirklichkeit wieder auf. Denn das war es: Ganz schön gefühlsgeladen. Das war auch das erste, was ich dachte, als ich mir die Lieder das erste Mal anhörte. Es war ein Montagmorgen, und da ich Montagmorgen in der Regel durchaus offen bin für Sentimentalität, hörte ich die Lieder auf den Weg zur Uni gleich nochmal an. Und noch mal. Und noch mal. Als ich mich am Abend auf dem Heimweg dabei ertappte, wie ich in der U-Bahn leise vor mich hinsummte <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Cvw5cSfIM8k">“Out of my head”</a>, war mir klar, dass sich Axel Wolph nicht in die Schublade der „Gefühlssäusler“ stecken lässt, sondern dass seine Musik für mich etwas völlig anderes, etwas befreiendes ist.</span><br />
<span style="color:#000000;"> Ich hörte mir die Songs noch mal an und noch mal, studierte die Texte und lauschte den Liedern so aufmerksam wie ich normalerweise ein Buch lese. Ich stelle mir Axel Wolph als einen Mann mit Weitblick vor. Das sind Lieder zu denen man weinen und lachen kann, zu denen man sich euphorisch im Kreis dreht und schluchzend aufs Bett fallen lässt, mit Freunden herumzieht und alleine grübeln kann. Zu denen man die Welt umarmen möchte, auch wenn man dann vielleicht feststellt, dass das beizeiten ganz schön wehtut.</span><br />
<span style="color:#000000;"> Die teils ruhige, teils rockige Musik ist voll bepackt mit Gefühlsbomben, die mir seine Welt zeigen wollen. Einerseits verstörend. Doch andererseits wahrhaftig. Das ist das besondere an diesen Liedern: Sie verharren nicht in einfachen Kopf-Herumtanzereien, sondern lösen etwas aus. Sie sind zu Hause im “Hier und Jetzt”, gehen vom Ich zum Du zum Wir. Und wenn der Song, wie etwa meine Lieblingssingle <a href="http://www.youtube.com/watch?v=yCL5roDzNe0"><em>Gravity</em></a>, immer leiser wird und langsam zu Ende geht, erwache ich mit dem Gefühl, dass alles gut wird.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><a href="http://axelwolph.wordpress.com/">Endlich weht in der heimischen Musikwelt wieder ein  frischer, authentischer Wind.</a></span></p>
</div>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lamperl.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lamperl.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lamperl.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lamperl.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lamperl.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lamperl.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lamperl.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lamperl.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lamperl.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lamperl.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lamperl.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lamperl.wordpress.com/322/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lamperl.wordpress.com/322/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lamperl.wordpress.com/322/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=322&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Alles eine Frage der Zeit</title>
		<link>http://lamperl.wordpress.com/2010/11/01/alles-eine-frage-der-zeit/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Nov 2010 09:34:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisi G</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik, Medien und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Durch Studium und Arbeit hast du  zwischenzeitlich das Feiern vergessen. Du schwingst dich in deine deine Ausgehklamotten und ab geht’s in deine Lieblingsbar. Nach ein paar Bier, fängt dein Körper an sich zu bewegen und du wippst mit. Du willst tanzen, doch du tastest dich mit deinen Augen durch die schwitzende Menge. Dein Gehirn scannt die Gesichter und sagt dir, dass alle mindestens fünf Jahre jünger sind als du. Du fragst dich: Was ist passiert? Wo ist die Zeit geblieben?
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><span style="color:#000000;"> </span><span style="color:#000000;">Durch Studium und Arbeit hast du  zwischenzeitlich das Feiern vergessen. Du schwingst dich in deine deine Ausgehklamotten und ab geht’s in deine Lieblingsbar. Nach ein paar Bier, fängt dein Körper an sich zu bewegen und du wippst mit. Du willst tanzen, doch du tastest dich mit deinen Augen durch die schwitzende Menge. Dein Gehirn scannt die Gesichter und sagt dir, dass alle mindestens fünf Jahre jünger sind als du. Du fragst dich: Was ist passiert? Wo ist die Zeit geblieben?</span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#000000;"><strong> Habt ihr es schon gehört? </strong> Das Ticken in euch, das von Geburtstag zu Geburtstag immer lauter wird? Tick-tack…Dieser innere Gegner schnürt sich wie ein Zeitkorsett um unseren Körper und bindet uns bei allen Fragen an eine Zeittafel: Mit 20 Jahren Jahren studieren, 25 Karriere, mit 30 alle größeren Reisen abgehackt, und klar, allerspätestens mit 35 Jahren kommen dann mit dem langfristigen Partner die Kinder. Wir können diese Fesseln zwar lockern, aber wenn die beste Freundin mit 26 ein Kind bekommt, der Cousin mit 31 in eine Führungsposition befördert wird oder der runde Geburtstag sich nähert, wird das ticken lauter und du weißt: Du kannst dem Alter nicht davon laufen!<br />
In den letzten Jahren ist die Lebenserwartung um drei Jahrzehnte gewachsen; das bedeutet jeder 30-Jährige hat</span><span style="color:#000000;"> gute Chancen 90 oder älter zu werden. Die  älteren Generationen waren immer dem so genannten chronologischen Alter ausgesetzt, also die systematische Ordnung mit welchem Geburtstag was zu erledigen ist. Zudem vertraten die Psychologen die Meinung, dass die Entwicklung des Gehirns mit dem Erwachsenenalter fertig gestellt ist. Doch dies ist heute kaum noch ein Maßstab. Aussagekräftig sind vielmehr die Schwellen die wir im Laufe unseres Lebens überschreiten: der erste Sex, der erste Todesfall, eine Krise oder eine Trennung. „Heutzutage gehen Entwicklungspsychologen davon aus, dass ein Mensch im Laufe seines Lebens gewisse Stufen durchlebt. Eine Stufe wäre zum Beispiel, wenn ein junger Erwachsener die Intimität erlernt“, erklärt die Psychologie-Lehramtsstudentin Jasmin Stangl. Aus diesem Erfahrungsschatz bildet sich sozusagen die „Weisheit“.<br />
</span><span style="color:#000000;"><br />
Selbst wenn sich die Weh-Wehchen ab 25 häufen oder der Spiegel hin und wieder  ein Fältchen zum Vorschein bringt, ist es kein Zeichen des wahren Lebensjahres. Denn nicht das Geburtsjahr ist entscheidend, sondern die eigene Fitness. Altern ist individuell. So können beispielsweise Geschwister gleich alt sein, aber verschieden alt aussehen. Aber Hand aufs Herz: Das „Für immer jung“-Syndrom von Madonna ist nicht erstrebenswert, zeigt aber, dass das körperliche Alter von Vitaminzufuhr und Bewegung abhängt (und zugegeben: in Madonnas Fall auch vom Chirurgen).<br />
<strong>Fazit: Biologie und Psychologie geben uns wenig Grund dafür uns alt zu fühlen,  warum tun wir es aber trotzdem?</strong> Wichtiger Anteil trägt die Gesellschaft, die uns zu verstehen gibt, wann wir gefälligst welches Klischee unseres chronologischen Alters erfüllen müssen. Sozusagen, dass ein 20-Jähriger sich tunlichst bilden muss, dass man Mitte 30 Geld verdienen soll und sobald man das 60. Lebensjahr erreicht, gehören beige Klamotten gekauft.<br />
Dabei bröckelt die Fassade  immer mehr. Die  Grenzen zwischen Jugend und Erwachsensein verwischen. Früher wurde man mit Beginn der Volljährigkeit für Erwachsen erklärt, heute verlagert sich diese Grenze immer weiter nach hinten. Es ist selbstverständlich, dass man vorm Erwachsen werden Angst hat. Im Gegensatz zu früher muss jeder viel mehr und komplexere Entscheidungen treffen. Der Altersforscher Paul Baltes hat das 21. Jahrhundert deshalb als das „Zeitalter des chronisch unfertigen Menschen“ bezeichnet. Das Gefühl alles richtig machen zu müssen, ohne zu wissen was das Richtige ist. „Midlifecrisis“ gehören heute zur Normalität. Ein guter Rat ist, nicht alles um die Dreißig erledigen zu wollen, geschweige denn sich dem chronologischen Alter anzupassen. Krisen gehören einfach dazu, um sich im weiteren Lebensverlauf neu zu ordnen.</span></p>
<p style="text-align:left;"><span style="color:#000000;">Also: Wenn du auf der Tanzfläche stehst und lauter junge schwitzende Gesichter in die Augen siehst, dann Zweifel nicht, wirf deine Fesseln ab und tanz! Aber bitte nicht unbedingt so wie Michael Jackson oder Mick Jagger.</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lamperl.wordpress.com/169/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lamperl.wordpress.com/169/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lamperl.wordpress.com/169/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lamperl.wordpress.com/169/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lamperl.wordpress.com/169/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lamperl.wordpress.com/169/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lamperl.wordpress.com/169/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lamperl.wordpress.com/169/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lamperl.wordpress.com/169/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lamperl.wordpress.com/169/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lamperl.wordpress.com/169/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lamperl.wordpress.com/169/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lamperl.wordpress.com/169/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lamperl.wordpress.com/169/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=169&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Sackgasse</title>
		<link>http://lamperl.wordpress.com/2010/09/01/die-stunde-schlagt/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 22:41:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisi G</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik und Prosa]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin wild aufgewachsen. Ich will wild bleiben. Meine Wildheit ist eine Eigenschaft. Ich kann entweder tun was ich will und meine charakteristischen Eigenschaften befriedigen. Oder es lassen. Es ist gefährlich dass zu tun was ich will, weil mich das wirklich verletzbar macht. Es zu lassen, ist vollkommen unmöglich. Deshalb blicke ich dich an. Ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=274&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Ich bin wild aufgewachsen. Ich will wild bleiben.<br />
Meine Wildheit ist eine Eigenschaft. Ich kann entweder tun was ich will und meine charakteristischen Eigenschaften befriedigen. Oder es lassen.<br />
Es ist gefährlich dass zu tun was ich will, weil mich das wirklich verletzbar macht. Es zu lassen, ist vollkommen unmöglich.<br />
Deshalb blicke ich dich an.</p>
<p>Ich werde dir jetzt genau sagen, was ich empfinde, weil du nie etwas sagst:<br />
Ich empfinde überhaupt nichts.</p>
<p style="text-align:justify;">Wenn es irgendetwas gibt – irgendetwas wie deine Liebe, die mich zu der Reise durch den ganzen Scheiß hier antreten ließ, dann konnte sie mich nicht im geringsten begreifen.  Es war eine Reise durch deine würgende Gleichgültigkeit<br />
Ich bin satt von der Zeit – den ganzen diffusen Versprechungen.<br />
Nur eine Stunde möcht ich nochmal in dich eintauchen und von den Nächten des Irrsinns träumen. Das Vergessen suchen. Ich hungre nach dir &#8211; nein! Ich habe dich satt.<br />
Mein Wunsch: deine Ketten brechen, wieder Luft atmen. Das Korsett der Begierde ablegen. Wieder frei sein.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich weiß: In meinem kompletten Leben wird nichts mehr an dem bitteren Höhenflug heranreichen, der in diesem Moment durch meine Adern pulsiert.<br />
Deine Arroganz ist kein unzulänglicher Zugang zu menschlichen Beziehungen, sondern die einzige Möglichkeit  das Leben als das zu entziffern, was es ist:<br />
Nämlich gar nichts.<br />
Ich stehe vor dir und  kann ich nichts anderes mehr zu dieser Situation beitragen, als dich anzugreifen. Ich bin hilflos dabei.<br />
Deswegen schreie ich dich an. Weil ich aus Liebe nichts mehr weiß.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lamperl.wordpress.com/274/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lamperl.wordpress.com/274/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lamperl.wordpress.com/274/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lamperl.wordpress.com/274/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lamperl.wordpress.com/274/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lamperl.wordpress.com/274/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lamperl.wordpress.com/274/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lamperl.wordpress.com/274/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lamperl.wordpress.com/274/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lamperl.wordpress.com/274/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lamperl.wordpress.com/274/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lamperl.wordpress.com/274/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lamperl.wordpress.com/274/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lamperl.wordpress.com/274/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=274&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>wirr-warr</title>
		<link>http://lamperl.wordpress.com/2010/07/14/wirr-warr/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 23:32:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisi G</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik und Prosa]]></category>

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		<description><![CDATA[Glänzender Augenblick im Dickicht der Nacht Gefühlte Zweisamkeit in einer leeren Stunde. Alles ist da und wohnt in dir - Geister in einer Seele gefesselt in einer Hülle geschützt durch dein Glashaus aus alltäglichen Nonwirklichkeiten Du hast davon niemals gehört, doch schon immer gewusst.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=262&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Glänzender Augenblick<br />
im Dickicht der Nacht</p>
<p>Gefühlte Zweisamkeit<br />
in einer leeren Stunde.</p>
<p>Alles ist da und wohnt in dir -<br />
Geister in einer Seele</p>
<p>gefesselt in einer Hülle<br />
geschützt durch dein Glashaus aus alltäglichen Nonwirklichkeiten</p>
<p>Du hast davon niemals gehört,<br />
doch schon immer gewusst.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lamperl.wordpress.com/262/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lamperl.wordpress.com/262/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lamperl.wordpress.com/262/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lamperl.wordpress.com/262/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lamperl.wordpress.com/262/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lamperl.wordpress.com/262/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lamperl.wordpress.com/262/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lamperl.wordpress.com/262/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lamperl.wordpress.com/262/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lamperl.wordpress.com/262/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lamperl.wordpress.com/262/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lamperl.wordpress.com/262/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lamperl.wordpress.com/262/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lamperl.wordpress.com/262/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=262&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>einfach hier</title>
		<link>http://lamperl.wordpress.com/2010/05/30/mal-einfach-nur-sein/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 22:16:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisi G</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankenwolken]]></category>

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		<description><![CDATA[Jede Berührung spüren. Wind, der jede Faser bezirzt. Nacktheit. Klaviertöne im Flur. Die Augen schließen und durchatmen. Sich in den Spiegel erkennen und lächeln. Im Kreise gehen vor Anspannung. Aus dem Fenster sehen. Tanzen. Sich im Spiegel finden und weinen. Noch weitere Kreise gehen. Den Blick in die Ferne schwenken. Träumen. In den Himmel starren. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=207&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jede Berührung spüren. Wind, der jede Faser bezirzt. Nacktheit. Klaviertöne im Flur. Die Augen schließen und durchatmen. Sich in den Spiegel erkennen und lächeln. Im Kreise gehen vor Anspannung. Aus dem Fenster sehen. Tanzen. Sich im Spiegel finden und weinen. Noch weitere Kreise gehen. Den Blick in die Ferne schwenken. Träumen. In den Himmel starren. Barfuss durch die Wiese wandeln. Menschen in deren Alltag beobachten. Freunde zum Lachen bringen. Seifenblasen. Einmal allein sein. Ein harmonisierender Café. Die Lippen eines anderen berühren. Kindern beim Spielen zu sehen.  Nicht mehr wollen. Weitermachen.<br />
Mit einem Zug das Leben einatmen.</p>
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		<title>eingeölt..</title>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 08:55:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lisi G</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik, Medien und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich sprach für das Global Journal mit Manuel Graf, Klima- und Energiecampaigner von GLOBAL 2000, über das die Katastrophe vor der Küste Louisianas. Im Gespräch erzählt er über Lobbying, Versäumnisse der Politik und die fehlende mediale Aufmerksamkeit.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=201&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Ich sprach für das Global Journal mit Manuel Graf, Klima- und Energiecampaigner von GLOBAL 2000, über die Katastrophe vor der Küste Louisianas. Im Gespräch erzählt er über Lobbying, Versäumnisse der Politik und die fehlende mediale Aufmerksamkeit.</h4>
<p>Newsflash: Mehr als einen Monat nach dem Versinken der Bohrinsel &#8222;Deepwater Horizon&#8220; wird die Lage am Golf von Mexiko immer schlimmer. Immer mehr giftiges Öl schwappt auf die Küste von Louisiana. Dort sind bereits dutzende Kilometer des hochsensiblen Marschlandes zerstört. Fachleute schließen nicht aus, dass Öl über Strömungen auch nach Florida, Kuba und die US-Ostküste kommen könnte. Noch diese Woche rechnen Experten mit der massiven Verseuchung eines Küstengebiets westlich des Mississippi. Selbst BP räumt mittlerweile ein, dass die Ölpest im Golf von Mexiko &#8222;katastrophal&#8220; ist. Unterdessen „tobt“ die US-Regierung: Innenminsister Ken Salzar droht BP die Führung beim Einsatz gegen das Desaster aus der Hand zu nehmen. Mit der &#8222;Top-Kill&#8220;-Methode versucht man nun das Bohrloch zu stabilisieren, in dem sie Schlamm in das Leck pressen. Von einer Entschärfung der Lage kann jeoch noch nicht gesprochen werden. Es ist die schlimmste Ölpest der US-Geschichte.</p>
<div id="attachment_202" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://lamperl.files.wordpress.com/2010/05/oelspuren.jpg"><img class="size-medium wp-image-202" title="Handout photo of Greenpeace Marine Biologist Paul Horsman inspecting oil pooled on the shore of the Mississippi River in Louisiana" src="http://lamperl.files.wordpress.com/2010/05/oelspuren.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">(C) Mooi @flickr.com</p></div>
<p><strong>GLOBAL 2000: Seit dem 22. April strömen pausenlos mehrere 100.000 Liter Öl aus dem Leck. Sind die regionalen Folgen schon abschätzbar?<br />
</strong><br />
<strong>Graf:</strong> Öl in solchen Mengen führt immer zu verheerenden Konsequenzen. Zurzeit ist vieles noch nicht abschätzbar. Einerseits hängen die Auswirkungen von Temperaturen und Zusammensetzung des Öls ab, andererseits davon, wie viel Öl an die Küste geschwemmt wird. Vor kurzem hat man versucht das Öl zu verbrennen und mit massiven Chemikalien zu binden. Die Chemikalien sind im Wasser, das Öl sinkt zu Boden. Was passiert mit der Bodenökologie? Was geschieht mit den Chemikalien? Für alle Organismen wird das schwerwiegende Folgen haben. Die gesamte Meeresökologie wird darunter leiden: Fische, Vögel, Magrovenbäume etc. – wir werden diese Katastrophe noch Jahrzehnte spüren.</p>
<p><strong>GLOBAL 2000: Werden auch wir Europäer die Konsequenzen dieser Katastrophe spüren?</strong></p>
<p><strong>Graf:</strong> Wenn dort Tiere verenden, Arten aussterben, wenn sie Küstenverlust haben oder an Biodiversität verlieren, dann wird sich das auch bei uns auswirken. Denken wir nur an den Fisch- oder Schrimpsfang. Wie sehr wir Europäer die Katastrophe zu spüren bekommen, ist noch nicht abschätzbar. Außerdem wird über einen möglichen Anstieg des Ölpreises spekuliert. Dadurch, dass die US-Regierung vor kurzem Tiefseebohrungen verboten hat, und daher weniger Öl zur Verfügung stehen würde, könnte der Preis steigen. Dies ist aber meiner Meinung nach unwahrscheinlich, weil die Menge Öl ziemlich klein ist, im Vergleich zur Menge, die täglich gewonnen wird.</p>
<p><strong>GLOBAL 2000: Auf der Website www.deepwaterhorizonresponse.com stellte BP ein Formular online, indem jeder eigene Lösungsvorschläge einbringen konnte. Von Atombombe bis zur Verstopfung des Lecks durch Müll, kamen viele „Lösungen“ ins Gespräch…</strong></p>
<p><strong>Graf:</strong> Das zeigt, wie sie solche Dinge vorausplanen: nämlich gar nicht. Es fehlen richtige Sicherheitsvorkehrungen. Im Ölsektor gibt es immer wieder Katastrophen. Lange Zeit waren es „nur“ die Öltanker, die einem Sorge bereiteten, jetzt sind es die Tiefenbohrungen. Wir gehen an unsere technologischen Grenzen &#8211; das Ölfeld liegt 1,5 Kilometer unter der Wasseroberfläche. Zum Vergleich: In der Nordsee bohrt man auf 100 bis 150 Meter. Wir rennen dem Öl nach, weil immer weniger da ist, jedoch die Nachfrage größer wird.<br />
Wir haben ein doppeltes Problem: Einerseits den Ölkonsum, der den Klimawandel verursacht, andererseits tauchen bereits bei der Ölgewinnung immer mehr Probleme auf, da immer gefährlichere Gebiete angegraben werden müssen. Bei diesen Tiefengrabungen können nur mehr Roboter eingesetzt werden. Da wird es natürlich schwieriger, Lösungen bei einer Katastrophe zu finden. Aber selbst Tanker können ein Leck schlagen – dass kann uns auch auf der Donau passieren. Deswegen: Solange wir mit Öl arbeiten, werden wir mit Klimawandel und Ölkatastrophen ein Problem haben. Deshalb gibt’s nur eine Lösung: Raus aus Öl!</p>
<p><strong>GLOBAL 2000: Aber warum waren sie so unvorbereitet? Es muss doch Sicherheitsstandards geben, die solche Katastrophen verhindern?</strong></p>
<p><strong>Graf:</strong> Einerseits gibt es Notfallventile, die, wenn es zu einem Leck kommt, das Bohrloch verschließen sollten. Solche Ventile haben in der Vergangenheit immer wieder für Probleme gesorgt, deswegen hätten sie damit rechnen können. Aber BP ist ein Ölkonzern, der Gewinne machen will, da ist Umweltschutz fehl am Platz.</p>
<p><strong>Das eigentliche Problem liegt bei der Politik:</strong> Sie sollte Vorschriften über die Sicherheitsstandards festlegen. So eine Ratlosigkeit bei Katastrophen dürfte nicht passieren, weil die Politik den freien Markt, an dem das Öl gewonnen wird, regulieren müsste. Doch diese steht unter dem Druck von Lobbies und Industrie, und kann dementsprechend nicht effektive Sicherheitsvorschriften durchsetzen. Anstatt alternative Lösungen zu finden, steht weiterhin Ölgewinnung im Vordergrund. Darum wird es auch wenig Konsequenzen für BP geben.</p>
<p><strong>GLOBAL 2000: Also ist Lobbying daran schuld, dass alternative Energiequellen keine Chance haben?</strong></p>
<p><strong>Graf:</strong> Es geht nicht einmal um erneuerbare Energie, sondern um die Reduzierung des Ölverbrauchs durch effizientere Autos oder Heizungen. Vor allem der Energie-effektive Hausbau hätte in den USA ein riesiges Potenzial. Aber BP finanziert klarerweise keine Häusersanierungen und der Staat hat nicht das Geld um alle Häuserfinanzierungen zu zahlen. Deswegen bleibt alles beim Alten.</p>
<p><strong>Global 2000: Unter anderem war auch BP Mit/Hauptschuldiger. Werden sie ungestraft davonkommen?</strong></p>
<p><strong>Graf:</strong> Das hängt jetzt ganz vom Amerikanischen Recht ab und wie Barack Obama weiter agiert. Doch soweit ich weiß, wird die Summe, die sie von staatlicher Seite bezahlen müssen, nie die wahren Kosten abdecken. Aus Umweltschutzsicht muss ein Unternehmen, das eine solche Katastrophe verursacht, immer die vollen Kosten übernehmen. Wieso soll die Gemeinschaft zahlen, wenn BP – ein Millionenkonzern mit 14 Milliarden US Dollar Gewinn pro Jahr – Fehler macht? Sie streichen die Gewinne ein, aber wollen der Allgemeinheit die Katastrophe anhängen. Jetzt möchte BP auch noch eine Werbekampagne daraus machen, in der das Unternehmen vor der Öffentlichkeit brilliert, weil sie die Kosten für die Aufräumarbeiten übernehmen. Meiner Meinung nach, müssen sie diese ohnehin übernehmen. Sie machen ja auch das Geld damit.</p>
<p><strong>GLOBAL 2000:</strong> <strong>Erst jetzt, seitdem ganze Küsten mit Öl überschwemmt werden, bekommt die Katastrophe auch medial einen hohen Stellenwert. Warum ist dieses Unglück in den ersten Wochen in den Medien so untergegangen?</strong></p>
<p>Graf: Hier gibt es einen entscheidenden Grund: die heutige Medienlandschaft ist bildergeprägt. In dem Ausmaß wie Ölverschmutzungen durch Tanker bekannt sind &#8211; dass sich ganze Küstensteifen schwarz färben, Tiere sterben und zu Tausenden an die Küste geschwemmt werden – solche Bilder existieren noch nicht. Viele gehen davon aus, dass sich die Katastrophe draußen auf dem Meer abspielt und sie sich auch dort auflösen wird. Es wirkt so, als wäre es kein Problem. Solange keine dramatischen Bilder produziert werden, bekommt diese gigantische Katastrophe nicht den medialen Stellenwert, der ihr eigentlich zukommen sollte.</p>
<div id="attachment_203" class="wp-caption alignleft" style="width: 510px"><a href="http://lamperl.files.wordpress.com/2010/05/4620350519_13f7e39f17.jpg"><img class="size-full wp-image-203" title="Ships make their way through surface oil near a barge funnelling off oil from the Deepwater Horizon wellhead in this aerial view over the Gulf of Mexico" src="http://lamperl.files.wordpress.com/2010/05/4620350519_13f7e39f17.jpg?w=500&#038;h=349" alt="(c)Mooi @flickr.com " width="500" height="349" /></a><p class="wp-caption-text">(c)Mooi @flickr.com </p></div>
<p>Links:<br />
<a href="http://www.global2000.at/site/de/aktivitaeten/energie/rausausoel/article-bprausausoel.htm" target="_blank">GLOBAL 2000-Aktion: Raus aus Öl!</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=MG0T1cW6hso" target="_blank">Spiegel TV vom 25.05.2010</a></p>
<p><a href="http://www.global2000.at/site/de/aktivitaeten/energie/rausausoel/article-bprausausoel.htm" target="_blank"></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=MG0T1cW6hso" target="_blank"></a></p>
<p><a href="http://acp.repoweramerica.org/page/invite/oilspillvideo?source=sprd-fwd&amp;utm_source=crm_email&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=oilspillvideo20100527&amp;utm_content=calloutimg" target="_blank">&#8222;What BP does not want to see&#8220;: Reportage von Repower America</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/lamperl.wordpress.com/201/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/lamperl.wordpress.com/201/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/lamperl.wordpress.com/201/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/lamperl.wordpress.com/201/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/lamperl.wordpress.com/201/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/lamperl.wordpress.com/201/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/lamperl.wordpress.com/201/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/lamperl.wordpress.com/201/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/lamperl.wordpress.com/201/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/lamperl.wordpress.com/201/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/lamperl.wordpress.com/201/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/lamperl.wordpress.com/201/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/lamperl.wordpress.com/201/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/lamperl.wordpress.com/201/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=lamperl.wordpress.com&amp;blog=6898750&amp;post=201&amp;subd=lamperl&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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